Auf der Suche nach dem Licht - by photobildband.de

Auf der Suche nach dem Licht: Reise durch den Orient

Auf der Suche nach dem Licht - by photobildband.de
Roland und Sabrina Michaud
„Auf der Suche nach dem Licht“
Knesebeck Verlag
408 Seiten
Format: 22 x 29 cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86873-880-3
49,95 Euro (D)

60 Jahre schon reist das Paar Roland und Sabrina Michaud immer wieder in den Nahen und Fernen Osten – und hält seine Erlebnisse mit den Kameras fest. Ihre Fotos vom Orient erschienen bereits in etlichen Fotobüchern und Zeitschriften. Nun veröffentlichten die beiden mit „Auf der Suche nach dem Licht“ einen Bildband, der das Gesamtwerk des Fotografen-Duos darstellt.

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Dromedare auf Patrouille beim Durchqueren des Flusses Yamuna vor dem Taj Mahal in Agra. © Roland und Sabrina Michaud, Knesebeck Verlag
Über die Fotografen
Auf der Suche nach dem Licht - by photobildband.deRoland Michaud begann seine fotografischen Reisen 1955 in Persien und lernte seine zukünftige Frau Sabrina ein Jahr später in Marokko kennen. In den nächsten Jahrzehnten bereisten die beide Franzosen sehr oft den Nahen und Fernen Osten. Mehr als 20 Bildbände und etliche Zeitschriftenartikel hat das Paar seitdem veröffentlicht.

Vielfältiger Bildband

Das Buch ist also nicht nur ein Bildband. Es ist auch eine Autobiografie, die vom Leben und der Erfahrungen der Michauds berichtet. Mache Abschnitte beinhalten viel Text und eine Fülle an Fotos im Kleinformat.

Doch Bildband ist dennoch das richtige Wort für „Auf der Suche nach dem Licht“. Denn trotz der Erklärungen, Briefauszüge und Rückblenden beinhaltet das Werk eine Fülle an großartigen Aufnahmen – manchmal sogar über ganze Doppelseiten hinweg. Also auch Freunde der Reise- und Reportagefotografie kommen hier voll auf ihre Kosten. Selbst dann, wenn für einen selber die Menschen hinter den Bildern eher zweitrangig sind.

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Etwa alle 12 oder 13 Jahre wird im südindischen Shravanabelagola eine alte, 18 Meter hohe Bahubalis-Statue mit kostbaren Substanzen – beispielsweise Kurkumapulver – begossen. © Roland und Sabrina Michaud, Knesebeck Verlag

Liebesgeschichte im Orient

Vor allem schildert das Buch die Erlebnisse der Fotografen. Und ja, es ist auch eine kleine Liebesgeschichte: Als Roland und Sabrina sich 1956 in Marokko kennenlernten und ineinander verliebten, wurde quasi der Grundstein für die zahlreichen Reisefotografien geschaffen.

Neben den Michaud-Fans und Freunden der Reisefotos richtet sich „Auf der Suche nach dem Licht“ auch noch an eine andere Gruppe Menschen: an die Reiselustigen. Der Bildband ist gespickt mit etlichen Erklärungen und Erzählungen von Touren zwischen Marokko und China, zwischen Istanbul und Singapur.

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Zwei Brüder am gemeinsamen Geburtstagsfest in Lucknow, Indien. © Roland und Sabrina Michaud, Knesebeck Verlag

Abseits der Touristenrouten

Da die Michauds vor allem die Orte abseits der Touristenrouten besucht und fotografiert haben, bietet der Bildband eine Fülle an kulturellen Eindrücken. Beispielsweise begleiteten die Fotografen 1971 eine der letzten Karawanen, die das Oberhaupt der Pamir-Kirgisen durchgeführt hatte. Und das, obwohl Frauen bei solchen Karawanen eigentlich nicht dabei sein dürfen.

Darüber hinaus gibt es hier die ersten Aufnahmen von westlichen Reisefotografen von Afghanistan.

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Nordafghanistan im Jahr 1964: Ein Bauer zieht sein Schaf zu den Binsen. © Roland und Sabrina Michaud, Knesebeck Verlag

„Émile Zola zufolge sollte man nie behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat“, schreibt Roland Michaud, „vielleicht ist das auch eine Umschreibung der Magie, die sich mit der Fotografie verbinden lässt.“ Für uns Betrachter ist es eine Freude, an dieser Magie teilzuhaben.

Mein Fazit

Marius von der Forst Sepia rundIch finde es gut, dass dieser Bildband so vielseitig ist. Sollte dir beispielsweise die Autobiografie von Roland und Sabrina Michaud gar nicht so wichtig sein, erhältst du dennoch eine wunderbare Mischung aus Reiseführer und Fotobildband. „Auf der Suche nach dem Licht“ zeigt: Die Welt ist so vielseitig – und von ihr ist noch längst nicht alles gezeigt worden.

Marius von der Forst liebt großartige Fotoaufnahmen – erst recht, wenn diese in Buchform verewigt wurden. Er ist freier Journalist und schreibt für Zeitschriften wie fotoPRO, digit! oder das Ringfoto-Magazin und natürlich für photobildband.de.

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