Knallbunt & unsichtbar: Zwischen Tarnung und Farbenpracht

Konrad Wothe „Knallbunt & unsichtbar – Farbenpracht und Tarnung in der Tierwelt“ Knesebeck Verlag 192 Seiten Format: 25 x 29 cm Sprachen: Deutsch ISBN: 978-3-86873-919-0
Konrad Wothe
„Knallbunt & unsichtbar – Farbenpracht und Tarnung in der Tierwelt“
Knesebeck Verlag
192 Seiten
Format: 25 x 29 cm
Sprachen: Deutsch
ISBN: 978-3-86873-919-0
Preis: 34,95 Euro (D)

Ob perfekte Tarnung oder aufgetakelt für den Balztanz – von der fast unsichtbaren Stabheuschrecke bis zur aufgedonnerten Nikobarentaube: Der Bildband „Knallbunt & unsichtbar“ behandelt, wie der Untertitel verrät, die Farbenpracht und Tarnung der Tierwelt. Er ist eine bunte Fahrt über den Planeten, die die vielseitigsten Geschöpfe zeigt.

Das Verbreitungsgebiet dieser Taubenart erstreckt sich vom Golf von Bengalen bis zu den Salomon-Inseln im Südpazifk. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag
Die Nikobarentaube: Das Verbreitungsgebiet dieser Taubenart erstreckt sich vom Golf von Bengalen bis zu den Salomon-Inseln im Südpazifk. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag

Von Makros bis zur Totalen ist alles dabei: Der Fotograf Konradt Wothe passt seine Technik den jeweiligen Tieren und ihren Farben an. Spielerisch führt er den Betrachter dabei aufs Glatteis: Was im Makrobereich wie ein Auge Raubtiers aussieht, entpuppt sich in der Totalen als prachtvoll gefärbter Flügel eines Eulenschmetterlings.

Eulenfalter sind dämmerungsaktiv und leben im Dunkel der Regenwälder Südamerikas. Die Augensymbole auf der Flügelunterseite imitieren perfekt die Augen einer Eule und schrecken Vögel, und damit die Hauptfeinde ab. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag
Eulenfalter sind dämmerungsaktiv und leben im Dunkel der Regenwälder Südamerikas. Die Augensymbole auf der Flügelunterseite imitieren perfekt die Augen einer Eule – und schrecken Vögel, und damit die Hauptfeinde ab. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag

Neue Arten entdecken

Die Aufnahmen sind so gestochen scharf und punktuiert, dass man sich in eine andere Welt hineinversetzt fühlt. Schnell entdeckt man ulkige Tiere und Details, die einem selbst in der freien Natur nie aufgefallen wären.

So zieht die Weinschwärmerraupe beispielsweise ihren Kopf ein, wenn Gefahr droht. Dadurch verdickt sich der vordere Teil ihres Körpers und sieht dann so aus wie der Kopf einer Schlange.

Konrad Wothe

Über den Fotografen
Konrad Wothe begeistert sich seit dem achten Lebensjahr für Natur und Fotografie. Nach dem Abitur filmte er gemeinsam mit dem berühmten deutschen Tierfilmer Heinz Sielmann und fasste den Entschluss, Tiere beruflich vor die Linse zu nehmen. Inzwischen arbeitet der studierte Zoologe seit über 35 Jahren als freier Naturfotograf und Tierfilmer. Mehrfach wurde er Wildlife Photographer of the Year.

Seine Grundfärbung ist ein leuchtendes Grün,während Hände und Füße orange und Oberschenkel und Flanken blau gefärbt sind. Rotaugenlaubfrösche sind nachtaktiv. Untertags beimSchlafen werden die knallroten, hervorstehenden Augen ganz in den Kopf eingezogen. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag
Rotaugenlaubfrösche sind nachtaktiv. Tagsüber beim Schlafen werden die knallroten, hervorstehenden Augen ganz in den Kopf eingezogen. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag

Martin Rasper, langjähriger Redakteur bei „natur+kosmos“, verfasste ausführliche Introtexte vor den Kapiteln Insekten, Spinnen & Krebse, Vögel, Säugetiere, Amphibien & Reptilien. Für seine Aufgaben flog er zum Teil bis ins Amazonasgebiet, um dortige Kreaturen wie den Pinselfühlerkäfer abzulichten.

Doch auch zum kalten Polarkreis zog es Konradt Wothe. Für das perfekte Foto eines tierischen Tarnungs- oder Farbenkünstlers war ihm kein Weg zu weit.

Weiß in Weiß. Im Winter wie im Sommer fastunsichtbar durch Fellwechsel. Wenn der Schneeschmilzt, wächst dem Polarfuchs ein dunkel-graubraunes Fell, was ihn zwischen denZwergsträuchern der Tundra bestens tarnt. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag
Weiß in Weiß. Im Winter wie im Sommer fast unsichtbar durch Fellwechsel. Wenn der Schnee schmilzt, wächst dem Polarfuchs ein dunkelgrau-braunes Fell, was ihn zwischen den Zwergsträuchern der Tundra bestens tarnt. © Konrad Wothe, Knesebeck Verlag

Markus Fasse - photobildband.deMein Fazit

Nicht nur für Naturliebhaber und Farbenfans ein toller Bildband. Die Fotos von Konrad Wothe zeigen, wie unfassbar vielfältig die Natur und besonders das Tierreich ist. Für mich zeigen diese Bilder, dass der Planet immer mehr zu bieten hat, als man für möglich hält. Was für eine kreative Intelligenz in seiner Entstehung beteiligt gewesen sein muss.

Markus Fasse, leidenschaftlicher Bildband-Sammler und Autor bei photobildband.de. Als freier Journalist schreibt er außerdem für Magazine wie u.a. fotoPRO

"Knallbunt & unsichtbar" jetzt bei Amazon kaufen

Flattr this


Das könnte dich auch interessieren:

Ein Kommentar zu diesem Beitrag

  1. „Was für eine kreative Intelligenz in seiner Entstehung beteiligt gewesen sein muss.“

    Hallo,

    Bin erstaunt dass ausgerechnet in der Rezension zu einem Buch, das auf ideale Weise das Prinzip des „Survival of The Fittest“ (des am besten angepassten) illustriert, ein kreationistischer Kommentar platziert wird.

    Ich finde, wer ein Weltbild pflegt, das jeder wissenschaftlichen Beweislage entgegensteht und durch nichts zu begründen ist, der braucht dieses nicht unbedingt in einer solchen Rezension unterzubringen, da er damit Buch und Fotograf für eigene Ziele vereinnahmt und beiden nicht gerecht wird. Ich schlage vor, mal bei Ernst Mayr nachzulesen, wie Evolution funktioniert!

    MfG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.