Klöster im Himalaja

Klöster im Himalaja: Zwischen Himmel und Gestein

Jaroslav Poncar „Klöster im Himalaja“ Edition Panorama Verlag 256 Seiten Format: 31 x 25 cm Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-89823-512-9 48 Euro (D)
Jaroslav Poncar
„Klöster im Himalaja“
Edition Panorama Verlag
256 Seiten
Format: 31 x 25 cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-89823-512-9
48 Euro (D)

Der erfahrene Tibet-Fotograf Jaroslav Poncar dokumentierte über einen langen Zeitraum hinweg die wichtigsten Klöster des Himalajas – dort „gompas (zu Deutsch: „abgelegener Ort“) genannt. Dafür besuchte er die indischen Regionen Ladakh, Zanskar und Spiti sowie Mustang in Nepal und das Königreich Bhutan.

An diesen Orten hielt Jaroslav Poncar die Wandgemälde und Plastiken fest und durfte darüber hinaus auch den Klosterfesten beiwohnen. Außerdem zeigt der veröffentlichte Bildband „Klöster im Himalaja“ die faszinierende Natur auf vielfältige Weise.

Jaroslav Pancor zeigt neben den Klosteranlagen auch die teils atemberaubende Landschaft im Himalaja. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama
Der Fotograf zeigt in seinen Aufnahmen auch die teils atemberaubende Landschaft im Himalaja. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama

Besonders die von Poncar lieb gewonnene Panoramafotografie ermöglicht ihm wunderschöne Naturfotos, die beim Betrachter ein gewisses Aufatmen auslösen. Ein Verschnaufen vom Alltagsstress und der Hektik im Straßenverkehr oder in der Shoppingmeile.

Handy, Telefon, Auto und Trubel? Fehlanzeige. Hier oben im Himalaja scheint es das alles nicht zu geben. Das Leben wirkt viel einfacher, und die Zeit ist hier buchstäblich stehen geblieben.

Weit und breit nichts. Und wo ist das Kloster? Fotos wie dieses machen Spaß und das Gebirgsmassiv lässt das Gotteshaus winzig erscheinen. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama
Weit und breit nichts. Und wo ist das Kloster? Fotos wie dieses machen Spaß, und das Gebirgsmassiv lässt das Gebäude winzig erscheinen. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama

Nichts als Gestein?

Das hat der Fotograf hervorragend in seinen Aufnahmen dokumentiert: Die Fotos der Klöster aus dem Jahre 1976 sehen exakt genau so aus wie die abgelichteten Gebäude im Jahr 2014. Diesen Zeitraum deckt Poncar mit seinen Fotografien ab.

Jaroslav Poncar. Foto von Isaac Gergan

Über den Fotografen:
Jaroslav Poncar wurde in Prag geboren (*1945) und lebt in Köln. Bis 2003 war er Professor für den Fachbereich Fotoingenieurwesen der Fachhochschule Köln (heute: Technische Hochschule). Seitdem arbeitet er dort am Institut für angewandte Optik und Elektronik. Er liebt die Panoramafotografie – und das zeigen seine Fotos, die er auf zahlreichen Reisen durch den Himalaja, Tibet, Indien oder Kambodscha aufnimmt. Bisher veröffentlichte er bereits über 20 Bildbände.

Berge, Schluchten, Täler – und dazwischen reichlich Geröll. Die Bilder sind kontrastreich: Vor massiven Felswänden und Gebirgen liegen grüne saftige Wiesen am Fuße des Hügels. Und irgendwo dazwischen steht ein einsames Kloster.

Das abgelegene Kloster Sumda Chung wurde innerhalb von fünf Jahren aufwändig restauriert. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama
Das abgelegene Kloster Sumda Chung wurde innerhalb von fünf Jahren aufwändig restauriert. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama

Das sagen andere Fotografen über Jaroslav Poncar:

Thomas Meixner


Thomas Meixner„Die Fotos von Jaroslav Poncar sind ein Stück Zeitgeschichte. Denn wenn man beispielsweise die Aufnahmen von Tibet anschaut, dann wird einem dabei bewusst, dass die tibetische Kultur in Gefahr ist. Sie droht, einschließlich der Klöster mit ihren Traditionen unterzugehen.“

Thomas Meixner hat sich einen Namen als Weltenradler gemacht: Seit 1989 unternimmt er mit dem Fahrrad regelmäßig Touren über viele tausende Kilometer. Von ihm stammt auch das Buch „Amerika mit dem Fahrrad“. 

Noch sind die abgelegenen Klöster aber nicht verlassen – der chinesischen Kulturrevolution zum Trotz. Allerdings muss man bei manch einem Foto schon ein wenig länger suchen, bis man das Kloster zwischen den Felsen findet.

Das macht Spaß und hat etwas von „Wo ist Walter?“. Andere Architekturen wiederum erscheinen so, als hätten die Devas, also die indischen Götter, sie persönlich an den Hang der Berge gestreut.

Auch die Mönche lichtete der Fotograf ab. Hier während einer Zeremonie in einem Kloster im indischen Ladakh. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama
Auch die Mönche lichtete der Fotograf ab. Hier während einer Zeremonie in einem Kloster im indischen Ladakh. © Jaroslav Poncar, Edition Panorama

Markus Fasse - photobildband.deMein Fazit

Jaroslav Poncar dokumentiert das Leben, die Bräuche und die Religion der Mönche im Himalaja. Die Bilder sind spannend und teils spektakulär. Besonders dann, wenn der Fotograf den Betrachter mit in eine Zeremonie hineinnimmt, bei der das Böse in einem imposanten Feuer verbrannt wird. Allerdings fehlen mir gerade hier zusätzliche Informationen. Immerhin gibt es hin und wieder ausführlichere Texte zu bestimmten Klöstern, Ikonen oder den überaus zahlreich fotografierten, teils eindrucksvollen Wandmalereien. Dieser Bildband ist unterhaltsam und zeigt tolle Fotos – und ist damit nicht nur für Himalaja-Fans oder buddhistische Exilanten geeignet.

Markus Fasse, leidenschaftlicher Bildband-Sammler und Autor bei photobildband.de. Als freier Journalist schreibt er außerdem für Magazine wie u.a. fotoPRO

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