Model Muriel Maxwell in white sunglasses putting on lipstick, wearing red-white-and-blue turban, andv holding a red-and-white striped bag

Horst: Die Style-Ikone aus Weißenfels

Horst P. Horst und Susanna Brown (Hrsg.) „Horst“ Knesebeck Verlag 336 Seiten Format: 32 x 25 cm Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-86873-946-6 49,95 Euro (D)
Horst P. Horst und Susanna Brown (Hrsg.)
„Horst – Photographer of Style“
Knesebeck Verlag
336 Seiten
Format: 32 x 25 cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86873-946-6
49,95 Euro (D)

Bücher wie dieses machen es einem Rezensenten nicht leicht. Was will man schon an einer Sammlung kritisieren, die mehr als 300 Fotografien aus 60 Jahren Schaffenszeit eines der bedeutsamsten Fotografen des 20. Jahrhunderts zeigt?

Die Bilder des Starkünstlers Horst P. Horst der Modezeitschrift Vogue sind zeitlos und zeugen von seinem eigenen Stil: Klassisch, kultiviert und von einer stilvollen Eleganz.

Marlene Dietrich wollte ihr Image als Femme fatale von Horst P. Horst festhalten lassen. Beim Shooting trug sie, wie er später sagte, einen "scheußlichen Hut". © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag
Marlene Dietrich wollte ihr Image als Femme fatale von Horst P. Horst festhalten lassen. Beim Shooting trug sie, wie er später sagte, einen „scheußlichen Hut“. © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag
Über den Fotografen
Horst P. HorstHorst P. Horst (geboren 1906 in Weißenfels als Horst Paul Albert Bohrmann) war ein amerikanischer Fotograf deutscher Abstammung. Ende der 1920er Jahre studierte er Architektur an der Kunstgewerbeschule in Hamburg. 1935 siedelte er in die Vereinigten Staaten über, war aber dennoch bei der Kunst, der Mode, dem Design, dem Theater sowie in der High Society weltweit zu Hause. Marlene Dietrich oder der Herzog von Windsor: Alles, was Rang und Namen hatte, wollte sich von Horst fotografieren lassen. Er galt als einer der bedeutenden und einflussreichsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts. Er verstarb am 19. November 1999 in Palm Greach Gardens, Florida.

Der Fotograf aus Weißenfels (im heutigen Sachsen-Anhalt) war ein Vertreter der alten Schule. Ab 1931 arbeitete der damals 25 Jahre junge Fotograf für die Vogue und löste Mitte der 1930er-Jahre seinen Partner und Mentor George Hoyningen-Huene als Cheffotografen ab.

Anna Wintertour, heute Chefredakteurin der britischen Ausgabe der Vogue, engagierte ihn unter anderem für eine Fotoserie über Yasmin Le Bon. Das Model berichtete anschließend begeistert von den Effekten, die Horst erzielte, indem er die Lichtverhältnisse veränderte.

Kaum einer war mit seinen Fotos häufiger auf dem Titel der Vogue wie Horst P. Horst © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag
Kaum einer war mit seinen Fotos häufiger auf dem Titel der Vogue wie Horst P. Horst © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag

Zahlreiche Informationen

Der Bildband „Horst – Photographer of Style“ geht mit umfangreichen und informativen Texten auch auf die Person hinter Horst P. Horst ein. Herkunft, Schaffenszeit, Vorlieben und Arbeitsweise. In diesem Buch ist so viel Hintergrundwissen drin, dass es weit mehr ist als nur eine Sammlung von tollen Aufnahmen.

 

Model with her back to the camera sitting on the arm of a chair, wearing a black Schiaparelli dress with a large pink bow on the small of her back, a pair of black gloves are on the chair and in the background are large colored squares
Horst P. Horst setzte meisterhaft das Licht ein, um Akzente zu setzen und spezielle Bildschwerpunkte zu betonen © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag

 

Autoren wie Anna Wintertour oder Herausgeberin Susanna Brown sind sich in einem Punkt einig: Das Besondere an Horst war seine Arbeit mit dem Licht und sein Gespür für Eleganz.

Wie kein anderer war er in der Lage, Beleuchtung und Szene in einen Einklang zu bringen, in dem vermutlich jeder makellos und schön wirkte.

In diesem Sammelwerk sind neben zahlreichen Porträtbilder auch weniger bekannte Fotos wie dieses Aktbild zu sehen © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag
In diesem Sammelwerk sind neben zahlreichen Porträtbildern auch weniger bekannte Fotos – wie dieses Aktbild – zu sehen © Condé Nast/Horst Estate/Knesebeck Verlag

Zahlreiche Fotos in diesem Werk stammen aus den 1940ern und lassen die vergangene Zeit wieder aufleben. Sie sind eine tolle Dokumentation der damaligen Mode und der Menschen, die sie trugen.

Aber auch Stillleben, Makrobilder, Reisefotos, Aktbilder und Konzeptzeichnungen sind dabei. Letztere zeigen, wie der Fotograf seine vielseitigen Aufnahmen plante – und letztlich auch streng genau nach dieser Vorbereitung durchführte.

Mein Fazit

Horst P. Horst war ein Mann von Welt. High Life, Kunst, Kultur und ein Ass in der Fotografie. Markus Fasse - photobildband.deWer alles über ihn wissen möchte, sollte sich diesen 336-Seiten-Bildband zulegen. Neben den grandiosen Fotos gibt es zahlreiches Hintergrundwissen über den bekannten Mode- und Porträtfotografen sowie seiner vielseitigen Stile. Damit ist dieses Buch mehr als ein normaler Bildband. Es ist ein Horst-Kompendium.

Markus Fasse, leidenschaftlicher Bildband-Sammler und Autor bei photobildband.de. Als freier Journalist schreibt er außerdem für Magazine wie u.a. fotoPRO

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