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King for a Day: Eine Hommage an die Ikone

Erin Feinberg King for a Day Kehrer Verlag 160 Seiten Sprache: Englisch Format: 26 x 29 cm ISBN: 978-3-86828-635-9 Preis: 39,90 Euro (D)
Erin Feinberg
„King for a Day“
Kehrer Verlag
160 Seiten
Sprache: Englisch
Format: 26 x 29 cm
ISBN: 978-3-86828-635-9
Preis: 39,90 Euro (D)

Selbst 38 Jahre nach dem Tod des King of Rock and Roll am 16. August 1977 sind noch sehr viele Menschen von Elvis Presley fasziniert. Die Leidenschaft der größten Fans hielt die Fotografin Erin Feinberg in ihrem Bildband „King for a Day“ fest.

Rein in die Blue Sued Shoes

Tausende Elvis-Begeisterte reisen jährlich nach Memphis (Tennessee). Der Ort, indem Elvis starb, wird zum Mekka seiner Fans. Dem Sänger zu Ehren veranstalten sie dort den so genannten „Images of the King Contest“.

Bei diesem Wettbewerb wird die beste Elvis-Performance, zusammengesetzt aus Kleidung, Stimme und ihrer Art, sich zu bewegen, gekrönt. Dabei entsteht ein buntes Treiben, bei dem auf einem Haufen sich zig verrückte Elvis-Fans tummeln.

Ein Imitationskünstler im Elvis-Jumpsuit. © Erin Feinberg
Ein Imitationskünstler im Elvis-Jumpsuit. © Erin Feinberg

Alle lieben Elvis

Diese Begeisterung packte auch Erin Feinberg. Sie baute ihr Fotostudio samt pinker Leinwand in einem Hotel in Memphis auf und porträtierte mit einer Hasselblad-Kamera ihres Großvaters über 100 Fans von jung bis alt.

Zusätzliche, kleine Interview-Ausschnitte erzählen dem Leser, welche Geschichten hinter den einzelnen Imitatoren stecken und was die Fans an dem Sänger begeistert. Einer erzählt beispielsweise, dass er mit 21 Jahren zufällig einen Werbefilm für einen Elvis-Song sah und ab diesem Zeitpunkt dem Kultstar erlegen war.

Der Imitations-Künstler Toki Toyokazu begeistert sich schon lange für Elvis. @ Erin Feinberg
Extra aus Japan angereist: Für sein Idol ist dem Imitationskünstler Toki Toyokazu kein Weg zu weit. @ Erin Feinberg

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Über die Fotografin
Erin Feinberg lebt in New York City und veröffentlichte 2014 ihr erstes Fotobuch „Diehards“ über verschiedene Musikfans weltweit. Die fotografische Dokumentation der Elvis-Imitatoren entstand durch einen Zufall. Sie war während eines „Images of the King Contest“ zufällig in Memphis und traf dort auf die vielen verschiedenen Künstler. Diese faszinierten sie so sehr, dass sie sich entschied, während des nächsten Contests zurückzukehren und die Performer fotografisch festzuhalten.

Viele Imitatoren möchten ihren Zuschauern das Gefühl geben, zurück in die Vergangenheit zu reisen und Elvis Presly „live“ zu erleben.

Viele erzählen, dass sie Elvis nicht gänzlich kopieren können, sondern auch immer ein Stück ihrer eigenen Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Jeder verkörpert seinen Star auf seine individuelle Art und Weise.

Außerdem treten viele in eine andere Welt ein, wenn sie sich in die Rolle des Superstars begeben und fühlen sich selbstbewusster, so zum Beispiel die Imitatoren David Smock und Nick Gutierrez.

Nick Gutierrez sagt, er fühlt sich wie ein Superheld, wenn er ein Elvis-Outfit trägt. © Erin Feinberg
Elvis-Fan Nick Gutierrez sagt, er fühlt sich wie ein Superheld, wenn er sein Outfit trägt. © Erin Feinberg

Gemeinschaft in den Künstlerkreisen

Ein Performer erzählt außerdem, dass er in dem Kreis einige langjährigen Freundschaften geschlossen hat. Die Imitatoren bilden eine Gemeinschaft mit dem Ziel, die Menschen von ihrem Idol zu begeistern.

Dorian Baxter performt als Elvis, um Menschen zu seinem persönlichen „Lord“ zu führen. @ Erin Feinberg
Dorian Baxter performt als Elvis, um Menschen zu seinem persönlichen „Lord“ zu führen. @ Erin Feinberg

Am Ende des Bildbandes sind in einer Übersicht alle Fans zusammengefasst und mit Namen, Heimatort und Beruf aufgeführt. Daran wird deutlich, dass das gemeinsame Idol Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zusammenführt. Vom Polizisten über den Studenten bis hin zum Rentner – alle teilen eine gemeinsame Leidenschaft. Und manche scheinen davon nicht genug bekommen zu können.

Mein Fazit

johanna_petersEin verrücktes Völkchen ist das. Der Bildband zeigt auf eine schillernde und fröhliche Art und Weise, wie die Elvis-Anhänger ihren King feiern. Jeder verbindet eine persönliche Geschichte mit dem Kultstar, jedoch haben alle das gleiche Ziel – ihre Mitmenschen von dem King of Rock and Roll zu begeistern. Die Faszination der Künstler von ihrem Star kommt auf den Fotos authentisch zum Ausdruck.

Johanna Peters studiert Medien- und Kulturwissenschaften und interessiert sich schon lange für die Fotografie. Darüber hinaus schreibt sie Rezensionen für photobildband.de.

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